Igelhaus

Wer wohnt hier?

Igelhaus

Unterschlupf für jemanden, der es immer schwerer hat.

Igel haben es immer schwerer, einen geeigneten Unterschlupf zu finden. Mit einem Igelhaus kann man ihnen dabei Abhilfe verschaffen.

Igel | © Steven Lampert

Selber bauen oder beziehen

Beziehen Die soziale Stiftung MBF (Stein Made) stellt in ihrer Werkstatt hochwertige Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse, Igel und Wildbienen her — entweder als Bausatz oder fertiggestellt. Unsere Igelhäuser sind Bausätze dieser Stiftung. stiftung-mbf.ch

Worauf es beim Bau ankommt

  • Das Igelhaus sollte einen Eingangsbereich haben, um zu verhindern, dass Prädatoren mit der Pfote zum eigentlichen Wohnbereich gelangen.

  • Wichtig ist auch, dass das Igelhaus einen Boden hat. Dadurch ist der Igel zusätzlich vor Mitbewohnern geschützt, und sein Heim ist besser isoliert.

Der richtige Standort

Ein Igelhaus sollte immer mit etwas Abstand zu einer Strasse aufgestellt werden, um das Risiko zu minimieren, dass der Igel überfahren wird. Auch sollte es nicht exponiert stehen.

Man kann es beispielsweise in eine Kleinstruktur wie einen Asthaufen integrieren, es in einer Hecke platzieren oder es in eine Holzbeige einarbeiten — einfach einen genügend grossen Gang zum Eingang freilassen. Das sieht ästhetisch aus und bietet dem Igel einen geeigneten Unterschlupf.

Gerne hat es der Igel auch, wenn zwei bis drei Häuser in der näheren Umgebung zur Verfügung stehen, sodass er sich den optimalen Standort aussuchen kann.

Pflege und Reinigung

Im Wohnbereich kann man dem Igel Stroh zur Verfügung stellen, allerdings nicht zu viel — der Igel selbst braucht auch noch Platz.

Das Stroh sollte jedes Jahr ausgewechselt werden. Der beste Monat dafür ist der Mai. Denn dann ist der Igel schon sicher aus seinem Winterschlaf erwacht, und da er erst ab Juli Nachkommen hat, wird auch das Brutgeschäft nicht gestört.

Heu und Blätter sind ungeeignet. Stroh isoliert wesentlich besser und ist auch nicht so anfällig auf Feuchtigkeit. Heu und Blätter können bei Kontakt mit Nässe anfangen zu faulen und zu schimmeln. Bei Blättern ist zudem die Wahrscheinlichkeit für Parasiten oder Pilzerkrankungen wesentlich höher. Möchte der Igel trotzdem einige Blätter, holt er sie sich selbst.

Igelhäuser in Holzbiege | © Steven Lampert

Häsch gwösst?

Möchte man überprüfen, ob ein Igelhaus angenommen worden ist, sollte man es auf keinen Fall öffnen. Dadurch kann man den Igel aus dem Winterschlaf holen oder das Brutgeschäft entscheidend stören.

Es gibt einen einfacheren Weg: ein dünnes Ästchen oder einen Strohhalm vor den Eingang legen. Bleibt es über mehrere Tage unberührt, hat sich noch kein Igel eingenistet. Wird es entfernt, ist er eingezogen.

Während des Winterschlafs funktioniert der Trick allerdings nicht.

Igel | © Steven Lampert