Gezielt und schonend mähen

Insekten leben lassen

Was du für Insekten tun kannst

Insekten und andere Kleintiere spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt der biologischen Vielfalt und damit für unsere Lebensqualität. In der Landwirtschaft und öffentlichen Grünpflege werden Flächen zunehmend insektenschonend gemäht. Aber auch in deinem Privatgarten kannst du tausendfach Leben retten. 

Vor der Frage nach dem richtigen Mähen steht die Frage, was denn überhaupt zu mähen ist. Ebenfalls trittfest und niedrigwachsend wie der akkurat gestutze englische Rasen, doch zudem deutlich pflegeleichter und ökologisch wertvoller ist der Blumenrasen. Noch mehr Biodiversität – und noch weniger Arbeit – gibt es mit einer richtigen Blumenwiese.

So gehst du vor

Eine ökologisch wertvolle Wiese sollte nur zweimal im Jahr gemäht werden: Anfang Juni und im September. Starte in der Mitte der zu mähenden Fläche und beweg dich langsam nach aussen. So können Insekten besser flüchten. Falls noch einige Blumen blühen, mähe um sie herum. Das sieht sogar besonders dekorativ aus. Kürze nicht die komplette Wiese auf einmal, sondern nur eine Hälfte und die andere vier Wochen später. Lass den Rasenkantenschneider im Keller und Randbereiche einfach stehen. 

Ach ja, womit eigentlich mähen? Am schonendsten ist das Sensen. Ausserdem scheint es solchen Spass zu machen, dass immer mehr Kurse für den richtigen Umgang mit der Sense angeboten werden – und schnell ausgebucht sind.

Extratipp

Programmier deinen Mähroboter so, dass er direkt auf den Müll fährt. Klingt hart, aber wohl nicht so hart wie die Situation für die Tiere in den vielen Gärten, in denen die Geräte leise surrend ihr Werk verrichten. Insekten finden auf den ökologisch toten Rasenflächen keine Nahrung und trotz Sensoren werden kleine Säugetiere immer wieder überfahren. Noch fataler: Mähroboter nachts laufen zu lassen, wenn viele Tiere besonders aktiv sind.

Das Bild entstand im Rahmen des Sensenmähkurses, der vom OV Vaduz initiierte wurde. Dieser fand am Samstag, 24. Juni 2023 in Vaduz statt und wurde von Jürg von Känel aus Mammern geleitet. 

Zum Beitrag

Warum Blumenwiesen supergut sind

Artenreich

Rund 50 Spezies pro Quadratmeter, im Gegensatz zum klassischen Rasen oder der Futterwiese mit nur fünf.

Pflegearm

Aus einem Rasen eine Magerwiese zu machen braucht zu Beginn etwas Geschick und Geduld. Danach heisst das Motto «Lazy Gardening».

Augenweide

Die Psychologie sagt, dass wir Dinge von mittlerer Komplexität und hoher Selbstähnlichkeit besonders schön finden. Also Blumenwiesen!

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17:30 - 20:00 Uhr
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trifft Biodiversität

Lokal+Fair

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27. April, ab 10:00 Uhr

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1. Mai - 30. Juni
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