
Secondhand mit Stil
Die Second Love Modeshow im Hilfswerk in Triesen war ein voller Erfolg.
Die Rede ist nicht von einem neuen Überflieger-Startup, sondern von Kleinsäugern, also kleinen Säugetieren unter einem Kilogramm Gewicht - Insektenfressern, Fledermäusen, Raub- und Nagetieren. Viele von ihnen leben in nächster Nachbarschaft - mitten unter, neben oder über uns und werden doch selten bemerkt.
Jeder kennt und schätzt die Igel, diese stacheligen Schnecken- und Insektenfresser, die in der Dämmerung durch unsere Gärten trippeln und oft laut schmatzend ihre Beute verzehren. Bis zu fünf Kilometer legen sie dabei pro Nacht zurück.
Weniger bekannt ist die Gartenspitzmaus, die sich wie die anderen acht heimischen Vertreterinnen der Spitzmaus-Familie von Insekten und anderen wirbellosen Tieren ernährt. Spitzmäuse sind sehr gefrässig und manche nehmen an einem Tag mehr als ihr eigenes Körpergewicht an Insekten auf. Die seltene Wasserspitzmaus, die an naturnahen Gewässern lebt, jagt sogar unter Wasser nach wirbellosen Kleintieren oder kleinen Fischen.
Kaum weniger gefrässig als die Spitzmäuse sind die Fledermäuse. Vom Frühling bis zum Herbst vertilgen sie Nacht für Nacht ganze Berge nachtaktiver Insekten und spielen so eine wichtige Rolle bei deren Populationskontrolle. Über 20 verschiedene Arten leben in Liechtenstein. Als einzige Säugetiere besitzen Fledermäuse die Fähigkeit aktiv zu fliegen.
In Liechtenstein gehören 16 verschiedene Nagetierarten zu den Kleinsäugern. Von der Zwergmaus bis zur Erdmaus, vom Eichhörnchen bis zum Siebenschläfer bewohnen sie viele unterschiedliche Biotope und spielen eine wichtige Rolle in vielen Ökosystemen. Sie ernähren sich überwiegend pflanzlich und verschleppen dabei Samen und Nüsse. Dabei geht so manches vergessen und keimt wieder aus.
Das Hermelin und das Mauswiesel dagegen sind Mini-Raubtiere und jagen vor allem kleine Nagetiere. Wühlmäuse stehen beim Hermelin ganz oben auf dem Speiseplan. Das Mauswiesel, das kleinste Raubtier der Welt, ist auf die etwas kleineren Feldmäuse spezialisiert.
Eines haben diese vielen, völlig unterschiedlichen Kleinsäuger-Arten gemeinsam: Sie sind supergute Botschafter für traditionelle, kleinräumige und strukturreiche Kulturlandschaften. Viele von ihnen sind Kulturfolger geworden, weil ihre natürlichen Lebensräume immer weniger werden.
Am besten helfen wir ihnen, wenn wir ihre natürlichen Lebensräume schonen und fördern. Doch auch in den Siedlungsräumen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sie zu unterstützen. Wer nach Möglichkeit Nisthilfen, Strukturen wie naturnahe Hecken, Totholz oder Trockenmauern zur Verfügung stellt, seinen Garten durchlässig hält und auf Pestizide verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag für die Kleinsten unter den Säugetieren.

Die Second Love Modeshow im Hilfswerk in Triesen war ein voller Erfolg.

Ein Gespräch mit dem Ökologen und Umweltwissenschaftler Mario Broggi über visionäre Naturschützer, die zunehmende Mutlosigkeit und seine eigenen Visionen für die Biodiversität. Veröffentlicht im Hotspot Magazin 50/2024.

Einverstanden – Kühe bauen keine Kühlschränke, Fische halten keine Reden und Elefanten schreiben keine leichtfüssigen Artikel.

Wer mit wachsamen Augen durch den Wald spaziert, dem entgeht die Vielfalt der Pilze nicht: Sie wachsen auf Baumstämmen, ragen aus dem Laub hervor, oder tarnen sich als Flechten. Sie können einzigartig schmecken, aber auch tödlich sein. Ihre Stiele mit dem Hut sind manchmal unübersehbar oder die Pilze sind mikroskopisch klein.