
Der Wiedehopf
Der wärmeliebende Wiedehopf ist mit seinem auffallenden Kopfschmuck und dem schmetterlingsartigen Flug unverwechselbar.

Mein nährstoffarmer, oft trockener oder steiniger Boden macht mich zum Naturtalent – denn genau er ermöglicht eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren.
Ich komme ganz ohne Düngung und intensive Nutzung aus. In mir gedeihen seltene Orchideen, Wiesensalbei, Malven und viele andere seltene Pflanzen. Und auch Wildbienen, Schmetterlinge, Kleinsäuger, Reptilien und andere Tiere finden hier ihren Lebensraum. Gemeinsam bilden wir ein einzigartiges Ökosystem – bunt, vielfältig und voller Leben.
Ich brauche wenig, aber das Richtige: keine Düngung, keine Pestizide – und nur ein- bis zweimaliges Mähen spät im Sommer. Was nach wenig klingt, ist mein Überlebensrezept.
Doch ich bin gefährdet: Überbauung, intensive Nutzung oder fehlende Pflege lassen mich nach und nach verschwinden. Dabei bin ich ein stiller Schatz direkt vor deiner Haustür und leiste einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.
Text: Markus P. Stähli
Foto: Rainer Kühnis

Der wärmeliebende Wiedehopf ist mit seinem auffallenden Kopfschmuck und dem schmetterlingsartigen Flug unverwechselbar.

Liefern unsere Ökosysteme nicht nur alles Lebensnotwendige für uns, sondern tun das auch noch gratis? Leider nein.

Schwarz wie Pech und fast nur bei feuchtem Wetter unterwegs: Der Alpensalamander ist der heimliche Nachtwanderer unserer Bergwälder – und mit etwas Glück entdeckst du ihn sogar am Tag im Regen.

Die Unke ist unser kleinster und seltenster Froschlurch.