Der Kreislauf der Natur
Ein Flaschenökosystem und

Zum letzten Mal schloss David Latimer den Korken der Flasche 1972. 53 Jahre später und die Pflanze blüht und gedeiht weiter im grossen Glas. Schon 1960 begann das Experiment mit dem Ansäen der Samen der sogenannten “Dreimasterblumen”. Seitdem verweilt das kleine Ökosystem in der Sonne und lebt komplett selbständig.
Was braucht es zum Leben?
Luft - wird mit Hilfe der Photosynthese von Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt. Pflanzen atmen ebenfalls und stossen kleine Mengen an Kohlendioxid wieder aus.
Wasser – seit dem letzten Giessen 1972 zirkuliert das Wasser nun in dem kleinen Ökosystem. Pflanzen nehmen es auf und brauchen es für Prozesse wie die Photosynthese. Pflanzen geben das Wasser auch wieder ab, in Form von Dampf, welcher sich an den Glaswänden bildet, um wieder aufgenommen zu werden.
Nährstoffe - Pflanzen wachsen, nehmen Nährstoffe auf und sterben wieder. Die Überreste werden zu Kompost und bringen die Nährstoffe zurück in die Erde.
Energie – im Prozess der Photosynthese wird Glukose produziert, Energie, die für das Wachstum und lebensnotwendige Prozesse nötig sind.
Lebendiger Boden
Nicht nur Pflanzen leben in Latimers Glas. Das wahre Leben spielt sich im Boden ab. Unzählige Mikroorganismen zersetzen abgestorbene Pflanzenteile, setzen Nährstoffe frei und helfen den Pflanzen, diese wieder aufzunehmen. So bleibt der Kreislauf in Gang, ganz ohne äußere Eingriffe.

Kreislauf der Natur
Latimers Flasche ist ein Symbol für das natürliche Gleichgewicht. Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe zirkulieren, was die eine Art nicht mehr braucht, nutzt die andere. Nur durch die Vielfalt der Arten und Lebensräumen funktioniert dieses Zusammenspiel.
Vielfalt in einer sich verändernden Welt
Je mehr Arten ein Ökosystem beherbergt, desto stabiler und widerstandsfähiger ist es. Vielfalt schafft Sicherheit: Wenn eine Art ausstirbt, kann eine andere mit ähnlicher Funktion einspringen. Das nennt man funktionelle Redundanz.
Ein artenreiches Ökosystem kann sich also besser an Veränderungen anpassen, Störungen abpuffern und wichtige Leistungen wie Bestäubung, Wasserreinigung oder Bodenfruchtbarkeit aufrechterhalten. Weniger Vielfalt bedeutet, dass ein einziger Ausfall ganze Systeme ins Wanken bringen kann, mit katastrophalen Folgen.
Dein eigenes Flaschenökosystem
Behälter: der Behälter sollte möglichst durchsichtig sein, damit so viel Sonnenlicht hineinfällt wie möglich. Ausserdem sollte er eine Grösse haben, indem die Pflanzen etwas Platz haben, zu wachsen.
Boden: den Boden bereitest du so vor, dass du erst jeweils eine Schicht Kies und Aktivkohle hinzufügst, damit das Wasser ablaufen kann, und weniger Schimmelbildung passiert. Blumenerde mit nicht allzu hohem Nährstoffgehalt eignet sich am besten.
Pflanzen: Pflanzenarten, welche generell wenig Pflege benötigen, wie zum Beispiel kleine Farne, Moose und Sukkulenten eignen sich am besten.
Wasser: anfangs braucht das Ökosystem noch etwas mehr Wasser. Aber Vorsicht: zu viel Wasser schadet dem geschlossenen System und fördert die Schimmelbildung. Bei zu viel Wasser hilft es, den Deckel eine Weile offen zu lasse, dann kann das Wasser verdunsten. In der Regel braucht ein geschlossener Flaschengarten einmal im Jahr Wasser.
Licht: dein Flaschenökosystem sollte an einem hellen Ort stehen, aber nicht im direkten Sonnenlicht.
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