Halbhöhlenbrüter
Hausrotschwanz & Bachstelze
Halbhöhlenbrüternisthilfen sind für Vogelarten, welche sowohl geschützt sein möchten, aber trotzdem viel Licht und eine gute Übersicht der Umgebung haben wollen. Grundsätzlich sind diese gleich wie die Höhlenbrüternisthilfen, mit dem Unterschied, dass anstelle des Einfluglochs die obere Hälfte der Front fehlt.
Die typischen Bewohner des Halbhöhlenbrüterkastens sind der Hausrotschwanz und die Bachstelze. Aber auch der Grauschnäpper, das Rotkehlchen und der Zaunkönig nehmen diese gerne an.
Meisenkasten
Eigentlich gibt es zwei Varianten von Meisenkästen. Solche mit einem Einflugloch von 26-28mm Durchmesser und solche mit einem Durchmesser von 30-32mm. Damit wollte man früher die Kohlmeise und die Sperlinge von den kleineren Meisen separieren.
Doch obwohl die Ausbreitung des Siedlungsgebiets in der Schweiz in den letzten 30 Jahren um über 20% zugenommen hat, sind die Populationen je nach Region zwischen 34% und 46 % kontinuierlich gesunken, mit weiter sinkender Tendenz. Hauptursache ist der Mangel an Insektennahrung für die Jungenaufzucht. Dafür gibt es drei Hauptursachen: Verdichtetes Bauen und den damit einhergehenden Verlust von Grünflächen, übertriebene Reinlichkeit in Parks und Gärten sowie standortfremde Begrünung. Ein weiterer wichtiger Grund für die Dichteabnahme der Haussperlingspopulationen sind die fehlenden Nistmöglichkeiten an Neubauten sowie deren Verlust durch Gebäudesanierungen.
Es gibt also keinen Grund mehr, sich nicht auch über einen Sperling oder eine Kohlmeise in einem Nistkasten zu freuen, weshalb diese Trennung definitiv nicht mehr nötig ist. Jahrzehntelange Erfahrungen der Ornithologischen Vereine Liechtensteins haben gezeigt, dass ein Höhlenbrüterkasten mit einem Einflugloch von ca. 29mm von allen genutzt werden kann und auch gerne wird.

