Halbhöhlenbrüter

Wer wohnt hier?

Bachstelze & Hausrotschwanz

Die typischen Bewohner des Halbhöhlenbrüterkastens sind die Bachstelze und der Hausrotschwanz. Aber auch der Grauschnäpper, das Rotkehlchen und der Zaunkönig nehmen diese gerne an. 

Selber bauen oder beziehen

Halbhöhlenbrüternisthilfen sind für Vogelarten, welche sowohl geschützt sein möchten, aber trotzdem viel Licht und eine gute Übersicht der Umgebung haben wollen. Grundsätzlich sind diese gleich wie die Höhlenbrüternisthilfen, mit dem Unterschied, dass anstelle des Einfluglochs die obere Hälfte der Front fehlt. Diese Nisthilfen werden in erster Linie von Arten angenommen, welche ansonsten auf einem Balken unter dem Dach oder hinter einer lückigen Holzfassade brüten. Aufgrund von moderner Bauweise, finden sie immer weniger Nistmöglichkeiten im Siedlungsraum.

Hier fängt die Mission supergut erst richtig an: Baupläne & DIY Anleitungen

Bachstelze

Die Bachstelze ist in Liechtenstein mit 180-250 Brutpaaren noch nicht gefährdet. Doch ihre Nistmöglichkeiten schwinden schleichend und mit dem Bereitstellen von einem Halbhöhlenbrüterkasten kann dieser Art prophylaktisch geholfen werden. Mit ihrem langen, stetig wippenden Schwanz und ihrem weiss, schwarz, grauem Gefieder ist dieser äusserst elegante Vogel, der sich von Insekten und Spinnen ernährt, schön anzuschauen.

Bachstelze mit Nistmaterial | © Steven Lampert

Hausrotschwanz

Auch der Hausrotschwanz ist mit 400-600 Brutpaaren in Liechtenstein nicht gefährdet. Dieser nicht scheue Vogel sitzt gerne auf dem Giebel und singt seinen leicht kratzenden Reviergesang. Er ist nicht scheu und lässt sich gut beobachten. Gerade wenn man selbst Kinder im Haushalt hat, ist eine Hausrotschwanzfamilie eine super Ergänzung und die Vögel geben einen guten Einblick in ihr Alltagsleben und lassen sich aus ein paar Metern Abstand auch beim Füttern ihrer eigenen Jungvögel beobachten.

Hausrotschwanz | © Rainer Kühnis

Grauschnäpper

Der unscheinbare Grauschnäpper ist noch mit 200-250 Brutpaaren in Liechtenstein vertreten und noch nicht gefährdet. Dieser elegante Insektenfänger steht allerdings mehr unter Druck als der Hausrotschwanz oder die Bachstelze. Früher noch in fast jedem Garten anwesend, hat er nicht nur vermehrt Mühe, einen geeigneten Brutplatz zu finden, sondern auch mit aufgeräumten Gärten und standortfremder Bepflanzung zu kämpfen. In diesen fehlen ihm sowohl die Sitzwarten, von denen er Ausschau nach Beute hält, die er dann im Flug erbeutet und wieder auf ihnen landet, als auch ein genügend grosses Angebot an Insektennahrung.

Grauschnäpper | © Rainer Kühnis

Der richtige Standort

  • An exponierten Stellen nach Osten ausrichten

  • Mindestens zwei Meter Höhe

  • Keine Äste oder Sitzwarten vor der Öffnung

Alles zu Standort, Jungvögeln, Reinigung und Selberbauen: Vogelkästen-Basics

Pflege und Reinigung

Einmal jährlich, am besten im Januar oder in der ersten Februarhälfte. → Mehr dazu erfährst du hier: Vogelkästen-Basics

Zaunkönig | © Steven Lampert