Nischenbrüter

Wer wohnt hier?

Gartenrotschwanz & Trauerschnäpper

Beide sind aber nicht ausschliesslich darauf angewiesen. Der Gartenrotschwanz nimmt auch Halbhöhlenbrüterkästen an, und der Trauerschnäpper brütet ebenso in Höhlenbrüternisthilfen.

Selber bauen oder beziehen

Nischenbrüterkästen sind eine Sonderanfertigung und eine Mischung zwischen Höhlenbrüter- und Halbhöhlenbrüterkästen. Sie lassen mehr Licht zu als ein Höhlenbrüterkasten, sind aber besser geschützt als ein Halbhöhlenbrüterkasten. Die Vorderseite ist geschlossen, besitzt aber zwei relativ grosse Einfluglöcher.

Hier fängt die Mission supergut erst richtig an: Baupläne & DIY Anleitungen

Gartenrotschwanz

Einst war der Gartenrotschwanz ein allgegenwärtiger Vogel in Liechtenstein. Mittlerweile gibt es nur noch 12-16 Brutpaare und er ist stark bedroht. Dies hängt in erster Linie mit dem Verschwinden der Hochstammobstbäume und dem Insektensterben zusammen. Als Ersatz für die natürlichen Bruthöhlen in den Hochstammobstbäumen, kann ihm aber mit dem Bereitstellen von Nisthilfen geholfen werden, um seine Population wieder zu stärken. Entlang des Binnenkanals ziehen jährlich Hunderte von Gartenrotschwänzen durch und durch das Bereitstellen eines geeigneten Reviers mit einer kleinen Auswahl an Bruthöhlen und vorhandenem Nahrungsangebot, stehen die Chancen gut, dass sich einige dieser Durchzügler dauerhaft niederlassen.

Gartenrotschwanz | © Rainer Kühnis

Trauerschnäpper

Beim Trauerschnäpper ist die Lage noch dramatischer als beim Gartenrotschwanz. Es gibt nur noch 2-5 Brutpaare pro Jahr in Liechtenstein und er ist akut vom Aussterben bedroht. Obwohl er nicht so eine typische Obstgartenart wie der Gartenrotschwanz ist, hat er dieselben Probleme: Fehlende Brutmöglichkeiten und wenig Insekten. Er ist gerne in Gewässernähe und fliegt von exponierten Sitzwarten auf und fängt Insekten in der Luft. Ist eine Wildblumenwiese und ein Gewässer in der Nähe, hat auch er grosses Potenzial, wieder häufiger zu werden, wenn ihm Nisthilfen zur Verfügung gestellt werden. Denn er ist einer der häufigsten Vogelarten, welche die «Zugvogelautobahn» Rhein/Binnenkanal nutzt. Tausende dieser Vögel ziehen jährlich durch und diese freuen sich, wenn ihnen dabei ein geeignetes Brutrevier ins Auge fällt.

Trauerschnäpper | © Steven Lampert

Der richtige Standort

  • An exponierten Stellen nach Osten ausrichten

  • Mindestens zwei Meter Höhe

  • Keine Äste oder Sitzwarten vor den Einfluglöchern

Alles zu Standort, Jungvögeln, Reinigung und Selberbauen: Vogelkästen-Basics

Pflege und Reinigung

Einmal jährlich, am besten im Januar oder in der ersten Februarhälfte. → Mehr dazu erfährst du hier: Vogelkästen-Basics

Gartenrotschwanz | © Rainer Kühnis