Starenkasten
Star, Wendehals & Siebenschläfer
Für alle, die gerne ihre Beeren teilen.
Wie der Name schon sagt, wird der Starenkasten in erster Linie vom Star bewohnt. Doch auch vom seltenen Wendehals wird dieser gerne angenommen. Zuweilen kann er auch dem Siebenschläfer als Quartier dienen.
Star
Dem Star geht es in Liechtenstein mit 350-450 Brutpaaren noch gut und er ist nicht unbedingt auf eine Förderung angewiesen. Aber er ist ein faszinierender Vogel, der eine Bereicherung für jeden Garten ist. Er ist nicht nur optisch sehr schön anzuschauen, sondern auch ein wahrer Gesangskünstler. Er setzt seinen Gesang aus eigenen Elementen und Imitationen von Geräuschen und Vogelstimmen aus seiner Jugendzeit zusammen und so hat jeder Star einen einzigartigen Gesang. Es gibt in Europa auch keinen anderen Vogel, der im Spätsommer so gigantische Schwärme bildet, wie der Star und die Schwarmbewegungen dieser Vögel sind ein wahres Naturspektakel.
Wendehals
Ganz anders ist die Situation beim Wendehals. Dieser intelligente Vogel gehört zu den Spechten, kann aber im Gegensatz zu den restlichen heimischen Spechtarten, keine eigenen Höhlen zimmern, weshalb er auf vorhandene Bruthöhlen/Nisthilfen angewiesen ist. In Liechtenstein gibt es noch 2-4 Brutpaare und er ist vom Aussterben bedroht. Einst war er häufig und ein typischer Bewohner von alten Hochstammobstgärten. Er fühlt sich aber auch im Kulturland und im Siedlungsbereich wohl, wenn er genügend Insektennahrung und Brutmöglichkeiten vorfindet. Als wärmeliebende Art ist er einer der wenigen Arten, welche vom Klimawandel profitieren kann und die Chance hat, in Liechtenstein wieder häufiger zu werden.

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Grösserer Nistkasten mit grösserem Einflugloch
Der Star ist fast doppelt so gross wie beispielsweise die Blaumeise. Dementsprechend braucht er auch einen grösseren Nistkasten und ein grösseres Einflugloch. Genau das sind auch die Unterschiede zum Meisenkasten: Beides ist grösser.
Hier fängt die Mission supergut erst richtig an: Baupläne & DIY Anleitungen
Der Wendehals ist der einzige Specht Mitteleuropas, der nicht selbst zimmert – er ist auf bestehende Höhlen angewiesen. Genau deshalb ist ein Starenkasten für ihn so wertvoll.
Der richtige Standort
Am besten sind Starenkästen in einem Obstgarten aufgehoben. Er eignet sich aber auch für den Hausgarten, vor allem wenn heimische Beerensträucher oder Obstbäume vorhanden sind — und man nicht abgeneigt ist, die Beeren und Früchte zu teilen.
Dazu gelten dieselben drei Grundregeln wie bei allen Vogelkästen:
An exponierten Stellen nach Osten ausrichten
Mindestens zwei Meter Höhe
Keine Äste oder Sitzwarten vor dem Einflugloch
Pflege und Reinigung
Einmal jährlich, am besten im Januar oder in der ersten Februarhälfte.
Ausnahme Siebenschläfer: Ist ein solcher vorhanden, sollte der Nistkasten Ende Mai oder Anfang Juni gereinigt werden. Das ist nach seinem Winterschlaf und vor seiner Paarungszeit. Es ist aber mitten in der Brutzeit der Vögel, und dass tatsächlich ein Siebenschläfer im Nistkasten haust, ist höchst unwahrscheinlich. Deshalb sollte man sich zu 100 % sicher sein. Im eigenen Garten ist aber sehr schnell ersichtlich, wer im Nistkasten ein und aus geht.
