Bildungstage in Triesen

Schule mal anders

Draussen die heimische Natur entdecken, das konnten alle Stufen der Triesner Ober- und Realschule mit Hilfe der supergut Crew und gestalteten ihren Schulhof gleich selbst grüner.

Wenn die Natur zum Labor wird, sind die LABs von Supergut zur Stelle. Die mobilen Umweltbildungslabore standen gut einen Monat lang, von Anfang März bis Anfang April, auf dem Pausenhof des Schulzentrums Triesen. Jugendliche erhielten an 16 Tagen Unterricht in und mit der Natur.

8 Uhr: Auf den Treppenstufen der LABS startet der Tag für die Jugendlichen, Lehrer:innen sowie die Crew der supergut LABS, die besteht aus verschiedenen Natur Expert:innen, die nun den Unterricht übernehmen.

Draussen lernen und damit Zusammenhänge der Natur besser verstehen, ist ein wichtiges Anliegen der supergut LABS. Die hierfür entwickelten Lernbausteine behandeln die Biodiversität, den Boden, spezifische Tierarten wie Vögel, Fledermäuse, Biber und winzig kleine Wasserlebewesen oder auch wie wir unsere Umwelt mit mehr biologischer Vielfalt gestalten können.
Die Triesner Jugendlichen ziehen mit den Erwachsenen los und erleben spannendes: Sie beobachten im Wasser lebende Köcherfliegenlarven, lernen, dass der Hirsch rund elf Meter weit springen kann, der Regenwurm eine Zweiteilung nicht immer überlebt und der Pausenplatz sowie der gesamte Schulhof noch mehr Vielfalt vertragen.

13:30 Uhr: Nach der Mittagspause wird die Natur zum Arbeits- und auch ein bisschen zum Fitnessplatz. Die Jugendlichen dürfen Nistkästen für Vögel zusammenbauen, das Landschaftsschutzgebiet «Bofel» oberhalb von Triesen mit gezielten Einsätzen, wie dem Ausreissen von invasiven Pflanzen, aufwerten oder den Schulhof grüner gestalten.

Diese Projekte wurden während den Bildungstagen umgesetzt:

  • 3m hoher Lebensturm
    Wie ein riesiges Insektenhotel: Hier finden nicht nur Reptilien, Igel und Insekten Unterschlupf, sondern auch Vögel ihr Nistmaterial.

  • Kiesgarten

    Zwischen Kies und Humus wachsen bald trockenheitsliebende Pflanzen. Sie bringen nicht nur mehr Vielfalt, sondern sorgen im Sommer auch für ein kühleres Klima.

  • Asthaufen

    Aus dicken und dünnen Ästen wurde ein riesiger Asthaufen und damit ein Rückzugsort für viele Tiere aufgebaut. Ausserdem wurden ein Winter- und ein Sommer-Igelhaus im Asthaufen versteckt. 

  • Vogeltränke

    Wenn es im Sommer wieder mal so richtig warm wird und der Regen auf sich warten lässt, finden Vögel hier einen Trinkplatz und Badeort. Dafür sorgt eine kleine Teichwanne, die in ein zuvor von den Jugendlichen ausgehobenes Loch eingelassen wurde.

  • Strauchhang

    Rund 20 heimische Sträucher, darunter Berberitzen, werten den Hang ökologisch auf und schaffen neuen Lebensraum.

Um 16 Uhr endet dann der Tag. Zeit für die Feedback Runde. Und dabei bleibt eine positive Rückmeldung eines Schülers besonders in Erinnerung: Er sagt, dass das, was er heute gelernt hat, ihm in seinem weiteren Leben zugutekommen wird. So ist die Natur nicht nur zum Labor geworden, sondern durch mehr Wissen auch zu einem Schatz, den es zu bewahren gilt.