
Zukunftstag
Du liebst die Natur und möchtest herausfinden, wie du später einmal selbst einen Beitrag zu unserer Umwelt leisten kannst?

Gleich zu Beginn machte Moderator Peter Beck klar: Unser Alltag wird durch unseren Konsum zum Tatort, insbesondere durch Ernährung und Kleidung. Diese beiden «Täter» standen im Zentrum des Abends. Sie schädigen mit ihrem enormen Ressourcenverbrauch, sei es der Verbrauch von Fläche oder Wasser, oder aber ihrem direkten Einfluss auf die Natur beispielsweise durch den Einsatz von Pestiziden die Biodiversität. Und das national und international, wie Thomas Vellacott, CEO von WWF Schweiz, in seinem Keynote festhält. Unser Konsum ist laut Vellacott somit auch ein wirkungsvoller Hebel im Kampf gegen die Biodiversitäts- und Klimakrise. Wer bewusst einkauft, nur so viel konsumiert wie nötig, auf Nachhaltigkeit achtet oder weniger Fleisch isst, kann bereits viel beitragen.
Secondhand als wirksamer Hebel
Madeleine Darya Alizadeh, Influencerin und Gründerin eines Modelabels, bekannt unter dem Social-Media-Namen «dariadaria», achtet schon seit Jahren bewusst auf ihren Kleidungskonsum. Sie weiss: «Heute werden Kleidungsstücke im Schnitt nur noch sieben bis acht Mal getragen». Danach landen viele der Stücke auf Müllhalden im globalen Süden und beeinträchtigen dort ganze Ökosysteme, unter anderem mit Mikroplastik durch Kunstfasern. Weniger, bewusster und am besten Secondhand einzukaufen, Kleidungsstücke mehrfach zu tragen sowie weniger und kälter zu waschen, seien dabei die wirksamsten Hebel. Was mit Secondhand-Mode alles möglich ist, wurde anschliessend bei der von Jaqueline Beck choreografierten Modeschau sichtbar. Die Kleidungsstücke stammten alle vom Hilfswerk Liechtenstein.
Liechtensteiner Projekte für nachhaltigen Konsum
Konkrete Beispiele aus Liechtenstein zeigten, wie nachhaltiger Konsum im Alltag gelebt werden kann: Julia Frommelt präsentierte den Bring- und Holtag der Lenum AG, bei dem gebrauchte Gegenstände weitergegeben statt entsorgt werden. Simon Egger stellte Zirkulie vor, eine Plattform für zirkuläres Bauen, die gebrauchten Bauteilen ein zweites Leben gibt. Daniel Walser zeigte mit dem Repair-Café des Gemeinschaftszentrums Schaan, wie Elektrogeräte und Textilien repariert und dadurch länger genutzt werden können. Olivier Angyal präsentierte die Gartenkooperative, die regionales Bio-Gemüse ermöglicht und Menschen wieder näher an die Lebensmittelproduktion bringt. Juliana Beck stellte Precious Plastic vor, das kreative Lösungen gegen Plastikmüll entwickelt. Vanessa und Janine Büchel nahmen das Publikum mit entdecken.li auf Abenteuer in der Natur der Region.
Am Ende des Abends sind die Besucher*innen des Rätsels Lösung rund um den Tatort Biodiversität mit konkreten Tipps, wie sie ihre Spuren verkleinern können, einige Schritte näher gekommen.

Du liebst die Natur und möchtest herausfinden, wie du später einmal selbst einen Beitrag zu unserer Umwelt leisten kannst?

Biodiversität bedeutet Vielfalt. Um die Naturvielfalt in Ruggell zu zeigen organisiert die Umweltkommission Ruggell den Tag der Biodiversität am Samstag, den 24. Mai 2025.

Im Rahmen eines naturkundlichen Monitorings von BZG und Amt für Umwelt wurden im Mai 2024 die Bevölkerung aufgerufen, Hirschkäfer und Alpenbock über hirschkaefer.li zu melden.

14 Studierende aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein durften im vergangenen Juli das wilde Berggebiet auf der Liechtensteiner Seite genauer unter die Lupe nehmen und dessen Artenvielfalt entdecken. Dabei konnte sogar ein Neufund gemacht werden.