
Der Siebenschläfer
Mit seinen grossen Augen, rundlichen Ohren, langen Tasthaaren und dem buschigen Schwanz erinnert der Siebenschläfer ein wenig an ein Eichhörnchen.

In der Schweiz sind bislang 11 Arten und in Liechtenstein zwei Arten nachgewiesen. Das ausgewachsene Fluginsekt ähnelt einer Kleinlibelle und ist nachtaktiv. Ameisenjungfern werden von Menschen deshalb nur selten wahrgenommen. Augenfälliger sind hingegen ihre Larven, bei welchen einzelne Arten spezielle Beutefangmethoden entwickelt haben.
Die Larven der in unserer Region vorkommenden Arten (Myrmeleon formicarius und Euroleon nostras) sind Trichterbauer. Die steilen, bis ca. 2 cm tiefen Fangtrichter werden auf sandigen Böden an regengeschützten Stellen erstellt; häufig unter Stalldächern oder entlang von Hauswänden. Beim Bau dreht sich der Ameisenlöwe rückwärts im Kreis und wirft mit seinen Mundwerkzeugen den Sand aus dem Trichter. Eingegraben am Trichtergrund lauert er auf die herabrutschende Beute (u. a. Insekten, Asseln, Spinnen), packt diese mit seinen kräftigen Zangen und zieht sie in den Sand. Dort injiziert er ihr ein lähmendes Gift und Verdauungsfermente. Die ausgesaugte Beute wird anschliessend in hohem Bogen aus dem Trichter geworfen.
Die Entwicklung der Larve dauert in der Regel zwei Jahre. Nach der Verpuppung in einem kugel-runden Kokon schlüpft dann nach wenigen Wochen das adulte, flugfähige Insekt. Die Hauptnahrung der ausgewachsenen Tiere besteht aus Insekten, die sie auf ihren nächtlichen Flügen erbeuten.
Text und Fotos: Jürgen Kühnis

Mit seinen grossen Augen, rundlichen Ohren, langen Tasthaaren und dem buschigen Schwanz erinnert der Siebenschläfer ein wenig an ein Eichhörnchen.

Unsere grösste Gehäuseschnecke wird bis 10 cm lang. Sie lebt gerne in Wiesen, Wäldern, Rebbergen und Hausgärten mit genügend Feuchtigkeit und kalkreichen Böden.