
Naturwacht Liechtenstein
In Liechtenstein engagieren sich acht Menschen mit viel Leidenschaft für den Schutz der Natur: die Naturwacht. Ihr Ziel ist es, die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Landes zu bewahren.
Schutzstatus seit: 1978
Schutzgrund: Bedeutendes Flachmoor mit Vorkommen seltener Pflanzen- und Tierarten
Fläche: 90 Hektar
Besondere Lebensräume: Riedflächen mit Streuewiesen, Sümpfen und Wasserlebensräumen
Aktuelle Herausforderungen: Invasive Pflanzen wie die Goldrute, Einflüsse durch landwirtschaftliche Nutzung und fehlende Pufferzonen, Grundwasserpegel durch Flächenentwässerung zu niedrig, nicht angeleinte Hunde
Was kann ich zum Schutz beitragen: Mitwirkung bei Pflegemassnahmen wie der Neophyten-Aktion der Gemeinde, Hunde anleinen, auf Wegen bleiben und Störungen der Tier- und Pflanzenwelt vermeiden
Die Sumpfgladiole ist eine seltene und wunderschöne Pflanze. Mit ihren leuchtend pinken Blüten zieht sie Bestäuber an und sticht in den grünen Streuwiesen besonders ins Auge.
In der Schweiz ist sie stark gefährdet und nur noch an wenigen Orten zu finden. Umso besonderer ist es, dass sie im Ruggeller Riet noch wächst. Die Sumpfgladiole ist auf Feuchtgebiete angewiesen: Lebensräume, die in den letzten Jahrzehnten durch Lebensraumverlust und Intensivierung der Landwirtschaft immer seltener geworden sind.
Eine Sumpfgladiole entdeckt? Dann geniesse den Anblick, aber bitte mit Abstand. Bleib auf den Wegen, tritt die Pflanzen nicht nieder und pflücke sie nicht. Am besten: Hilf mit bei Pflegemassnahmen im Riet. So hilfst du mit, dass diese seltene Art auch in Zukunft im Ruggeller Riet blühen kann.
Das Moorwiesen-Vögelchen ist anders als sein Name vermuten lässt kein Vogel, sondern ein besonders seltener Schmetterling. Mit seinen braunen Flügeln mit spezieller Musterung ist er relativ gut zu erkennen. Vorausgesetzt, man erkennt ihn zwischen den Gräsern.
Das Moorwiesenvögelchen ist unter anderem auf Kopfbinsenwiesen und Pfeifengras angewiesen. Die Raupen haben es zum Fressen gerne. Dieses Gras kommt zum Glück noch im Riet vor. Der Schmetterling ist in der Schweiz ausgestorben und in Deutschland vom Aussterben bedroht und kommt nur noch an sehr wenigen Orten vor.
Ebenso wie bei der Sumpfgladiole ist es wichtig, den Lebensraum des Moorwiesenvögelchen zu hegen und schonend zu pflegen und das Tier mit Abstand zu beobachten.
Das Braunkehlchen ist ein kleiner Wiesenvogel und liebt wenig genutzte feuchte, artenreiche Wiesen. Das findet es im Ruggeller Riet. Vor allem das Männchen sticht mit seiner leuchtend orangen Brust hervor.
Das Braunkehlchen baut sein Nest gut versteckt am Boden. Werden Wiesen zu früh oder zu häufig gemäht, können Eier und Jungvögel verloren gehen. Deshalb ist die Art in vielen Regionen stark zurückgegangen.
Bleib auf den Wegen und störe brütende Vögel nicht. Mit einer naturverträglichen Landwirtschaft und einer späten Mahd können wertvolle Brutplätze erhalten werden, damit das Braunkehlchen auch in Zukunft ins Ruggeller Riet zurückkehrt.

– Susanne Quaderer

In Liechtenstein engagieren sich acht Menschen mit viel Leidenschaft für den Schutz der Natur: die Naturwacht. Ihr Ziel ist es, die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Landes zu bewahren.

Ein Grossteil des Winters ist bald vorüber. Bald wirst du in der Natur erste Anzeichen des Frühlings entdecken: Die Frühblüher erwachen. Sie spielen eine bedeutende ökologische Rolle.

Misteln sind eher unscheinbare, halbparasitäre Pflanzen, die auf Bäumen wachsen und diesen Nährstoffe und Wasser entziehen.

Wer an Kuhfladen in Wiesen und Weiden vorbeispaziert, vermutet wohl kaum, dass dieser tierische Dung eine wichtige Lebensgrundlage für verschiedenste Organismen darstellt. Sobald die feuchten, rund 2 kg schweren Fladen auf den Boden fallen, werden sie von unzähligen Tieren besiedelt.