
Ein etwas anderer Strauss zum Muttertag

Aber aufgepasst: Nicht alle Schnittblumen sind für die Natur und Umwelt ein Geschenk. In ihren Anbaugebieten wird oft viel Pestizid eingesetzt und noch mehr Wasser verbraucht. Diese Gebiete sind zusätzlich viele tausend Kilometer entfernt, weshalb die CO2 Bilanz negativ ausfällt. Und das alles für einen Strauss der maximal zwei Wochen hält?
Damit in diesem Jahr nicht nur die Mamas eine Freude haben, sondern auch die Umwelt haben wir nach nachhaltigeren Alternativen zu einem herkömmlichen Blumenstrauss gesucht und gefunden. Einige davon wollen wir euch kurz vorstellen.

Schnittblumen aus der Region
Frag am besten im Blumenladen, von wo die Schnittblumen kommen. Sie sollten heimisch sein, regional und ohne Einsatz von Pestiziden angebaut. Im Mai könnte unter vielen anderen auf die wunderschönen Pfingstrosen, den Frauenmantel, den Schneeball, den Wiesensalbei, die Kamille oder die Akelei zurückgegriffen werden.
Der Wiesensalbei mit seinen vielen violetten Blüten eignet sich super im nachhaltigen Sträusschen.
Foto: Susanne Quaderer

Bio-Blumen im Topf aus der Umgebung
Wer länger eine Freude bereiten und vielleicht noch für Nahrung für die heimischen Insekten sorgen will, der schenkt eine Bio-Blume im Topf. Hierfür kommen heimische Kräuter wie der Echte Dost (riecht nach Majoran oder Oregano), Schnittlauch oder auch heimische Pflanzen mit wunderschönen Blüten wie der Wiesensalbei, die Skabiosen-Flockenblume, oder die Wiesen-Glockenblume in Frage.
TIPP: Falls ihr euch nicht sicher seid, ob die Pflanze heimisch ist, könnt ihr auf infoflora.ch gehen, drückt im Menü auf Flora und Art abfragen, gebt den Namen der Blume ein. Scrollt bis zum Status, wenn hier indigen steht ist die Pflanze in der Schweiz heimisch.

Blumen aus Ton oder Lego
Im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) in Schaan gibt es immer wieder tolle Geschenke zu entdecken, vor Kurzem auch Blumen aus Ton. Ein etwas anderes Blumenbouquet bietet die Spielzeugmarke Lego an. In ihrer «Botanical Collection» finden sich Blumensträusse zum selbst zusammenbauen, die dann auch Jahrzehnte halten.
Ein Strauss ohne Verfallsdatum
Foto: Susanne Quaderer

Blumen selbst malen
Die malerisch begabten können den Blumenstrauss für die Mama auch einfach selbst malen. Das ist dann nicht nur selbst gekauft, sondern selbst gemacht.
Ein Bild für die Ewigkeit
Foto: Susanne Quaderer, Bild: Loris Quaderer
Diese Blumen wachsen (wirklich) bei uns
Wenn du zum Muttertag lokale und nachhaltige Blumen schenken möchtest, findest du in der Region viele wunderschöne Alternativen zu Importware. Hier eine Auswahl an saisonalen Frühlingsblumen aus der Schweiz und Liechtenstein:
Frühling (April bis Mai):

Tulpen

Narzissen

Ranunkeln

Vergissmeinnicht

Hyazinthen

Schneeball
Später Frühling (Mai–Juni):

Pfingstrosen

Margeriten

Löwenmäulchen

Akelei

Kornblumen

Wiesen-Salbei

Schafgarbe

Färberkamille

Auch Gräser, Kräuter (wie Minze oder Zitronenmelisse) oder Zweige aus dem Garten machen deinen Strauss einzigartig und duften ganz wunderbar.
Worauf du lieber verzichten solltest
Wenn du ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen willst, verzichte bewusst auf diese Klassiker:

Importierte Rosen
Sie wirken romantisch, haben aber oft eine schlechte Umweltbilanz wegen Pestiziden, Flugtransport und energieintensivem Anbau.

Gefärbte oder glitzernde Blumen
Sie sehen auffällig aus, enthalten aber oft künstliche Farbstoffe und Mikroplastik, die weder kompostierbar noch umweltfreundlich sind.

Blumen aus dem Supermarkt
Hier fehlt meist jede Info zur Herkunft und zur Produktionsweise.
Stattdessen gilt: Weniger ist mehr – lieber ein kleiner, regionaler Strauss mit echter Bedeutung als ein grosser, künstlich perfekter.

