
Der Siebenschläfer
Mit seinen grossen Augen, rundlichen Ohren, langen Tasthaaren und dem buschigen Schwanz erinnert der Siebenschläfer ein wenig an ein Eichhörnchen.

Mein nährstoffarmer, oft trockener oder steiniger Boden macht mich zum Naturtalent – denn genau er ermöglicht eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren.
Ich komme ganz ohne Düngung und intensive Nutzung aus. In mir gedeihen seltene Orchideen, Wiesensalbei, Malven und viele andere seltene Pflanzen. Und auch Wildbienen, Schmetterlinge, Kleinsäuger, Reptilien und andere Tiere finden hier ihren Lebensraum. Gemeinsam bilden wir ein einzigartiges Ökosystem – bunt, vielfältig und voller Leben.
Ich brauche wenig, aber das Richtige: keine Düngung, keine Pestizide – und nur ein- bis zweimaliges Mähen spät im Sommer. Was nach wenig klingt, ist mein Überlebensrezept.
Doch ich bin gefährdet: Überbauung, intensive Nutzung oder fehlende Pflege lassen mich nach und nach verschwinden. Dabei bin ich ein stiller Schatz direkt vor deiner Haustür und leiste einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.
Text: Markus P. Stähli
Foto: Rainer Kühnis

Mit seinen grossen Augen, rundlichen Ohren, langen Tasthaaren und dem buschigen Schwanz erinnert der Siebenschläfer ein wenig an ein Eichhörnchen.

Ich bin der Augentrost: klein, zart und doch voller Kraft! Du findest mich auf Magerwiesen, an Waldrändern und sogar hoch oben in der Liechtensteiner Bergwelt. Obwohl ich selbst Photosynthese betreibe, zapfe ich als Halbparasit mit meinen Saugwurzeln zusätzlich Gräser und Kräuter an, um an Mineralien und Nährstoffe zu gelangen.